Mir nach!

Woche 6 – Johannes 11:1-20
(Die Bibel, Neues Testament, Johannes-Evangelium, Kapitel 13, Verse 1 bis 20)

Johannes 13, 15-16: „Denn ein Beispiel habe ich euch gegeben, damit ihr tut, wie ich euch getan habe. 16 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Der Knecht ist nicht größer als sein Herr und der Gesandte nicht größer als der, der ihn gesandt hat.“

Jesus gelingt es immer wieder, seine Mitmenschen zu irritieren. Aber er tut das niemals zum Selbstzweck. Es geht immer darum, seine lieb gewonnene Sichtweise auf Dinge zu hinterfragen. Er, den die Jünger „Herr“ und „Meister“ nennen verlässt die Rolle, die ihm die Jünger zugedacht haben, und nimmt den Platz eines Sklaven ein. Und zu allem Überfluss setzt er noch einen drauf und fordert die Jünger auf es genauso zu machen.

Christen haben Jesus Christus als Vorbild. Nicht zuerst, weil er ein guter Mensch mit nachahmenswertem Lebenswandel war – das war er zweifellos – sondern und vor allem aus tiefer Dankbarkeit. Jesus konnte und kann jedem Menschen ein neues Leben in Freiheit ermöglichen. Jesu macht uns frei von uns selbst, unserem Egoismus. Diese Wandlung passiert nicht von heute auf morgen. Es ist ein lebenslang währender Prozess mit zunehmender Erkenntnis, Selbsterkenntnis und Veränderung. Er beginnt damit, dass unsere Verbindung zu Gott geheilt wird.

Jesus hat vorgelebt, auf welches Ziel ein Christ zusteuern soll. Da die Veränderung schrittweise geschieht, sind Christen nicht schon hier perfekte Menschen. Aber sie sind auf dem Weg Jesus ähnlicher zu werden. Sein Ruf: „Mir nach!“ gilt jedem.