unglaublich?!

Woche 7 – Johannes 20:1-31
(Die Bibel, Neues Testament, Johannes-Evangelium, Kapitel 20, Verse 1 bis 31)

Jesus zeigte sich den Leuten, die ihm gefolgt waren. Er, den sie am Kreuz sterben sahen, war unvermittelt unter ihnen. Unfassbar sahen sie ihn an und glaubten, als sie die Male und Wunden an seinem Körper sahen. Jesus war auferstanden. Der Tod hatte ihn nicht halten können. Alle waren überzeugt. Doch einer hatte diese Begegnung verpasst. Thomas. Er kam später und sie erzählten ihm aufgeregt, was sie erlebt hatten. „Das glaube ich nur, wenn ich es mit eigenen Augen gesehen habe.“ Thomas wollte Beweise sehen. Und geht es uns heute nicht genauso? Was ich nicht mit eigenen Augen gesehen habe, das glaube ich nicht.

Es gibt so viele Dinge, die wir nicht sehen und trotzdem daran glauben: Elektrizität, Schwerkraft, die Luft, die wir atmen. Wir sehen sie nicht, aber wir nutzen diese Dinge. Warum? Weil wir aus der Erfahrung heraus wissen, dass diese Dinge da sind und uns zum Nutzen sind. So wird aus einer Tatsache, die wir nicht sehen, mit der wir aber trotzdem unsere Erfahrungen machen, nicht nur ein Glaube, sondern eine feste Gewissheit der Existenz. Auch wenn ich den Strom nicht sehe, weiß ich, dass die Lampe leuchtet, wenn ich den Stecker in die Steckdose stecke.

Aber was würde passieren, wenn mir jemand von diesem Strom erzählen würde, ich es aber nicht glaube, ja nicht einmal ausprobieren würde? Ich würde wortwörtlich im Dunkeln stehen. Also was hindert mich, mich auf dieses Experiment einzulassen?

Jesus forderte Thomas heraus: Siehe dir meine Wunden und Male an. Überzeuge dich selbst und erkenne, dass ich es bin, der gestorben ist und jetzt leibhaftig vor dir steht. Thomas konnte seine Hände in die Wunden Jesu legen und wissen, dass er es wahrhaftig ist. Er hat sich nicht abhalten lassen und hat sich auf dieses Experiment eingelassen. Und Thomas hat Jesus erkannt: „Mein Herr und mein Gott.“

Jesus ist auferstanden und er lebt. Gestern, heute und in Ewigkeit. Er fordert uns heraus, dass wir uns davon überzeugen. Dass wir uns nicht ungläubig abwenden, sondern uns selbst mit unserem Zweifel ihm zuwenden. Und auch wenn wir nicht wie Thomas Jesus berühren können, so wird er doch uns berühren. Und wir werden erkennen: Das ist doch unglaublich!